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    Vortragsankündigung

    Flucht und Migration aus West- und Nordafrika
    Die Sahara, “the second face of the Mediterranen”

    Dienstag, 7. März 2017
    Clubraum der Österreichischen Orientgesellschaft Hammer-Purgstall (ÖOG)
    Dominikanerbasteinb 6/6
    1010 Wien
    18.30 Uhr

    im Rahmen der ÖOG-ISA Vorlesungsreiche
    Der Mittelmeerraum als Drehscheibe für Flüchtlingsbewegungen

    Seit 2014 sind Flucht- und Migrationsbewegungen übers Mittelmeer sprunghaft angestiegen: Mehr als 170.000 Menschen kamen über die sogenannten “Zentralen Mediterranen Routen” nach Europa, die durch die Sahara nach Nordafrika und dann weiter nach Italien führen. Im ersten Halbjahr 2015 waren es bereits 115.000 Menschen. Mehr als 1.800 starben bei der Überquerung des Mittelmeers. Wieviele Menschen ihr Leben in der Sahara lassen mussten, ist unklar.
    Seit den 1960er Jahren sind Marokko, Algerien und Tunesien die Hauptursprungsländer von MigrantInnen in Europa. Seit 2000 nimmt die irreguläre Migration übers Mittelmeer zu und inkludiert WestafrikanerInnen, vor allem aus Senegal, Gambia, Ghana, Mali und Nigeria.
    Der Vortrag konzentriert sich auf die unterschiedlichen Ursachen der Migration, die in einem engen Zusammenhang mit der europäischen Wirtschaftspolitik in Afrika stehen; die verschiedenen Wege und Transportmöglichkeiten durch die Sahara und übers Mittelmeer; sowie die fragwürdigen Externalisierungsmaßnahmen der EU am Beispiel von Libyen und Niger und deren Auswirkungen auf die Lokalbevölkerung.

    Up to 32 passengers find place on a so called Toyota Station, a pick-up 4-wheel-drive undertaking the three days journey from Arlit in Niger to Djanet in Algeria (Photo: Akidima Effad 2007)